Ökumene im Fokus – lernen, wachsen, verbinden

26.10.2024

Am Samstag 26. Oktober 2024 trafen sich die Verantwortlichen für Ökumene aus der Schweiz und Österreich im Haus der Religionen in Bern zu einer Tagung. Ziel der Veranstaltung war die Weiterentwicklung und Stärkung des ökumenischen Verständnisses.

Nach der Begrüssung führte Christoph Knoch, Präsident der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen im KantonBern (AKB), die Gruppe durch das Haus der Religionen, ein Zentrum, das einen Raum für die Begegnung unterschiedlicher Religionen schafft. Dieser Rundgang bot nicht nur kulturelle Eindrücke, sondern auch die Möglichkeit, mehr über die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Religionen zu erfahren.

Zum Mittagessen wurde die Gruppe mit eritreischen Köstlichkeiten verwöhnt, das der lokale Frauenverein liebevoll vorbereitet hatte. Die interkulturelle Mahlzeit trug zur offenen Atmosphäre bei und bot Gelegenheit für informelle Gespräche und Austausch.

Am Nachmittag eröffnete Apostel Matthias Pfützner das offizielle Programm und informierte über den Stand der Ökumene in der Neuapostolischen Kirche. Mit viel Begeisterung erläuterte er die aktuelle Struktur und Organisation der ökumenischen Themen der Kirche sowie ihre Ziele im ökumenischen Miteinander. Im Anschluss stellte Andreas Grossglauser von der Verwaltung in Zürich den Leitfaden für ökumenisches Miteinander vor, der die Teilnehmenden zur Reflexion und Umsetzung ökumenischer Prinzipien anregen soll.

Ein besonders lebhafter Teil des Nachmittags war der Austausch, bei dem alle Teilnehmenden in kurzen Beiträgen ihre Erlebnisse und Erfahrungen aus der ökumenischen Praxis vorstellten. Dabei wurde deutlich, dass die Ökumene in den verschiedenen Regionen unterschiedlich gelebt wird und es auch Unterschiede zwischen der Schweiz und Österreich gibt. Die Vielfalt der Ansätze und Erfahrungen zeigte das breite Spektrum der ökumenischen Arbeit und bot wertvolle Anregungen für die Weiterentwicklung.

In acht Gruppen widmeten sich die Teilnehmenden in Workshops verschiedenen praxisorientierten Themen. Dabei ging es um die Vorbereitung ökumenischer Gottesdienste, die Darstellung der Neuapostolischen Kirche bei ökumenischen Veranstaltungen, neue gemeinsame Wege in der Ökumene und die Präsentation der Ökumene innerhalb der Kirche. Die Ergebnisse der Workshops wurden im Anschluss im Plenum vorgestellt und diskutiert.

Nach einem intensiven Tag hatte man beim anschliessenden Abendessen nochmals die Gelegenheit, die Eindrücke des Tages in lockerer Atmosphäre zu vertiefen und neue Kontakte zu knüpfen. Die Tagung hinterliess bei den Beteiligten viele positive Eindrücke und neue Impulse für die ökumenische Arbeit. Es wurde deutlich, dass der Dialog mit anderen christlichen und religiösen Gemeinschaften für die Neuapostolische Kirche einen hohen Stellenwert hat und weiter intensiviert werden soll.

Mit einem dichten Programm und inspirierenden Gesprächen war die Tagung ein wertvoller Beitrag zur Förderung des gegenseitigen Verständnisses und zur Stärkung des ökumenischen Engagements der Neuapostolischen Kirche in der Schweiz und in Österreich.