Stabübergabe in der Gemeinde Rafzerfeld

03.11.2024

Apostel Reto Keller besucht zum Gottesdienst für Entschlafene die Gemeinde Rafzerfeld. Nebst der Heiligen Versiegelung eines Kleinkindes und der Ruhesetzung von zwei Amtsträgern wurde für die Gemeinde ein neuer Vorsteher beauftragt.

Den Gottesdienst eröffnete Apostel Reto Keller durch eine tiefgehende Reflexion über die Nähe und Geborgenheit, die Jesus Christus uns bietet. Wir dürfen in seiner Gegenwart ankommen, uns fallen lassen und ein Gefühl der Sicherheit und Heimat erfahren. Er ist ein Ort, an dem viele Lasten abgenommen und Sorgen gelindert werden. Besonders für jene, die suchend sind, ist er ein Ruhepol und ein sicherer Ort, wo Unheil und Belastungen weichen.

Ein besonderes Augenmerk galt der allumfassenden Liebe Gottes, die sich an alle Menschen richtet: ob Jung oder Alt, ob auf dieser Seite des Lebens oder im Jenseits. Die Freude, die uns das Versprechen eines Fortbestehens nach dem Tod bereitet, begleitet uns im Glauben und lässt uns auf ein Wiedersehen hoffen.

Als Grundlage für den Gottesdienst verwendete der Apostel einen Vers aus Psalm 31.22: „Gelobt sei der Herr; denn er hat seine wunderbare Güte mir erweisen in einer festen Stadt“

„Gelobt sei der Herr“ – die Einladung, Gottes Wirken dankbar anzuerkennen, war ein wesentlicher Teil der Botschaft. Es braucht dafür ein waches Herz und die Bereitschaft, die Zeichen Gottes zu sehen und ihm dann durch Lob und Dank zu begegnen. Dies kann sowohl in der Gemeinschaft der Gemeinde als auch im persönlichen Gebet geschehen. Lobpreis ist somit ein wesentlicher Auftrag der gesamten Gemeinde.

Gottes Güte und sein Blick auf alle Menschen betont seine Nähe und Stütze, besonders in Zeiten der Not - so der Apostel weiter. Das Evangelium ist für alle zugänglich. So ist das Bild der „festen Stadt Gottes“ auch ein Gleichnis für die Gemeinde als ein Ort der Geborgenheit. Diese Stadt Gottes steht allen offen und gewährt Schutz und Sicherheit, sowohl im Leben als auch darüber hinaus. Sie hat die Türen geöffnet für die Suchenden aus allen Welten und zeigt sich als Ort, an dem jeder ankommen und sich willkommen fühlen darf. Die Gemeinde sollte diesen Ort widerspiegeln, wo Schutz vor allem Unheil und Versorgung durch Gottes Quelle der Liebe angeboten wird. Hier muss niemand hungern oder verzweifeln, da es einen gerechten und heilenden Richter gibt, der für jeden eine Lösung und Sündenvergebung bereit hält.

Apostel Keller gibt weiter einen interessanten Vergleich: Diese „feste Stadt Gottes“ hat auch ein „Entsorgungssystem“, das die Seelen von jeglicher Last befreit – durch die Vergebung der Sünden. Die Gemeinde ist so ein Abbild dieser Stadt und bietet allen Suchenden den Weg zum ewigen Leben.

Der scheidende Vorsteher teilte in seinem Predigtbeitrag persönliche Gedanken über Gottes beständige Hilfe. Er betonte, wie wichtig es sei, sich auf Jesus Christus als Freund zu verlassen, der uns nie alleine lässt. Dies hilft auch, unsere Emotionen wie Wut, Angst und Trauer zu regulieren, damit sie nicht zu seelischen Belastungen werden. Durch das „Jump out of the system“ – das bewusste Zurücktreten und das Hören auf Gottes Wort im Gottesdienst – können wir diese negativen Emotionen auflösen und den inneren Frieden bewahren. Mit viel Emotion nutzte der langjährige Vorsteher diese Gedanken um sich ein letzten Mal an die Gemeinde zu richten.