Die Allianzgebetswoche will das Miteinander evangelischer Christen am Ort stärken und die weltweite Verbundenheit fördern. Die Gebetswoche für die Einheit der Christen wird von der römisch-katholischen Kirche und dem Ökumenischen Rat der Kirchen getragen. Sie vereint die Kirchen der grossen Ökumene, also der griechischen Ostkirchen und der lateinischen Westkirche, zu der auch die Kirchen aus der Reformation gehören.
Das diesjährige Motto «Glaubst du das?» geht auf den Dialog zwischen Jesus und Martha zurück und nimmt das Thema "Glaubensbekenntnis" auf. «Wir glauben an den einen Gott und an den einen Herrn, Jesus Christus, Gott von Gott, Licht von Licht, wahrer Gott vom wahren Gott, gezeugt, nicht geschaffen, eines Wesens mit dem Vater.» Diese Worte aus dem Glaubensbekenntnis von Nizäa gaben vor 1700 Jahren Auskunft über das, was wir glauben. Das Jubiläum des Konzils von Nizäa bietet eine einzigartige Gelegenheit, den gemeinsamen Glauben der Christinnen und Christen zu reflektieren und zu feiern. Die Gebetswoche vom 18. bis 26. Januar lädt dazu ein, aus diesem gemeinsamen Erbe zu schöpfen und sich in den gemeinsamen Glauben zu vertiefen.
Die Lesung aus Joh 11, 17-27: "Im Hause des verstorbenen Lazarus" diente als Grundlage für den Gottesdienst und die Predigt. Jesus sprach zu Martha: "Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, ob er gleich stürbe; und wer da lebt und glaubt an mich, der wird nimmermehr sterben. Glaubst du das?" Die Antwort Marthas "Ja, Herr, ich glaube, dass du der Christus bist, der Sohn Gottes, der in die Welt kommt" soll auch unsere Glaubenshaltung sein.
Zudem stellte Pfarrer Roland Diethelm die Ereignisse des Konzils zu Nizäa in den Mittelpunkt seiner Predigt und weist darauf hin, dass die Resultate aus den damaligen Debatten bis heute ihre Auswirkungen haben. Der Christliche Glaube soll nicht nur unser ganz persönlicher Weg sein, er bedeutet vor allem auch unser gemeinsamer Weg.
Der Bezirksleiter des Bezirks Schaffhausen, Hirte Markus Demuth, unterstrich in seinem Predigtbeitrag unseren gemeinsamen christlichen Glauben und erläuterte das Verständnis der Neuapostolischen Christen in Bezug auf die Dreieinigkeit Gottes und den Glauben an die Wiederkunft Christi.
Der Gottesdienst wurde umrahmt durch den Chor der eritreisch-orthodoxen Gemeinde. Ein sehr junger Chor mit vielen Kindern, der die Herzen mit für uns fremd klingenden Liedern und Klängen erfreut hat.
Dieser besonders feierliche Gottesdienst hat alle Teilnehmer unserer Delegation sehr berührt und beeindruckt. Wir durften den Grundsatz der Ökumene hautnah erleben: Vielfalt in Einheit - Einheit in Vielfalt.